Im ersten Teil von unserem kleinen Urlaub im Harz waren wir auf dem Hexentanzplatz unterwegs. Nachdem wir dort auf der Seilbahn in die Tiefe geblickt haben, machten Junior und ich uns auf den Weg ins schöne Wernigerode. Auch hier lag mein letzter Besuch sehr lange zurück und ich war gespannt, wie sich die Stadt in den letzten 15 Jahren entwickelt hat.


Weringerode

Eine Märchenstadt im Harz

Die Altstadt von Wernigerode hat es mir besonders angetan.
Die Altstadt von Wernigerode hat es mir besonders angetan.

Nach einer knappen Stunde Fahrzeit (der Kleine hat natürlich wieder fast alles verschlafen) erreichten wir die wohl bekannteste Stadt im Harz. Wernigerode.

Die Stadt im Schatten des Brocken ist mit seinen ca. 33000 Einwohnern sicher nicht die größte, kulturell aber eine der sehenswürdigsten Städte im Harz. Der erste Weg führte uns in unsere Unterkunft nach, vom Stadtzentrum ca. 3 Kilometer entfernten, Hasserode (der Ort hat nicht nur namentlich etwas mit dem bekannten Bier zu tun).

Ich habe für eine Nacht den „Hasseröder Hof“, für gerade einmal 40 Euro inkl. Frühstück, für mich und Junior gebucht. Dafür musste ich leider auch einige Abstriche machen.

Der Hasseröder Hof in Hasserode.
Der Hasseröder Hof in Hasserode.

Leider war bei Booking nicht ersichtlich, dass es sich hierbei um eine Gaststätte mit Pension handelt, was ja im Grunde nicht schlimm ist. Der Check-In lief leider alles andere als toll ab. Meine Reservierung lag nicht vor und war von der Dame hinter der Bar auch nicht auffindbar. Den Chef konnte sie auch nicht erreichen. Somit teilte sie mir ein Zimmer nach ihrem Geschmack zu.

Ich stutzte kurz, da ich eigentlich ein Einzelzimmer mit Babybett gebucht hatte, nun aber ein Doppelzimmer ohne Babybett bekommen habe. Nun gut, war immerhin mehr Platz für uns 😉

Der Hasseröder Hof

Das Zimmer war absolut in Ordnung. Es schien erst vor kurzem renoviert worden zu sein. Für den Preis hat dort alles gepasst.

Der Blick aus dem Fenster in Richtung der Harzer Berge war super. Von der Seite gab es überhaupt nichts zu beanstanden.

Das Frühstück hat gepasst, wenn auch die Auswahl nicht sonderlich groß war. Dafür waren die Brötchen frisch (alles durchaus schon anders erlebt). Es gab Eier, eine Wurst- und eine Käseplatte, Jogurth und Marmelade. Für den Kleinen wurde extra warme Milch gebracht. Das freute ihn und mich natürlich auch 😉

Beim Check-Out gab es wieder Probleme. Meine Buchung war immer noch nicht aufgetaucht. Ich hatte mich zwischenzeitlich bei Booking eingeloggt und zeigte der Dame meine bestätigte Buchung. Dennoch wollte Sie mir den Preis für ein Doppelzimmer berechnen, was ich natürlich nicht ganz eingesehen habe. Nach einer etwas längeren Diskussion konnten wir alle Probleme klären und der Preis blieb bei den gebuchten 40€.

Wir erkunden Wernigerode

Lange wollten wir uns sowieso nicht in der Unterkunft aufhalten. Nachdem wir uns kurz ausgeruht haben, machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt von Wernigerode. Eigentlich wollte ich gern zu Fuß gehen, da der Buggy von Junior sich leider am Hexentanzplatz in wohlgefallen aufgelöst hat, bevorzugte ich das Auto um in die Innenstadt zu gelangen.

Wir haben uns auf den Weg in die Innenstadt von Wernigerode gemacht.
Wir haben uns auf den Weg in die Innenstadt von Wernigerode gemacht.

Wernigerode hat mich schwer begeistert, soviel kann ich schonmal vorweg nehmen. Um das Auto in der Innenstadt zu parken, stehen Touristen mehrere Parkhäuser oder Parkplätze (gegen Gebühr) zur Verfügung. Mein Parkhaus im Zentrum kostete 1,20€ pro Stunde, was ich als vollkommen okay betrachte. Der Höchstsatz lag bei 5€.

Da ich es ja eigentlich nicht so mit der Orientierung habe, hatte ich mir schon leichte Sorgen gemacht, mich in der verwinkelten Altstadt von Wernigerode zurecht zu finden. Im Endeffekt war das Alles unbegründet. Alles ist wirklich wunderbar ausgeschildert. Man kann sich praktisch gar nicht verlaufen 😀

Wir steuerten zu erst das Rathaus an, welches als eines der schönsten in Europa gilt. Diese Meinung kann ich absolut bestätigen. So ein Rathaus habe ich noch nicht gesehen. Da Bilder mehr als tausend Worte sagen können, lass ich ein solches einfach mal sprechen:

Das Rathaus in Wernigerode ist eine Klasse für sich.
Das Rathaus in Wernigerode ist eine Klasse für sich.

Um das Rathaus reihen sich verschiedene Hotels und Gaststätten, welche sich ausnahmslos in das tolle Gesamtbild der Stadt einfügen. Durch die vielen Fachwerkgebäude wirkt die Altstadt von Wernigerode sehr verträumt und ein wenig wie aus einem Märchen.

Natürlich war an diesem Tag eine Menge los. Sonntag, Sommerferien und relativ gutes Wetter lassen viele Leute in die Stadt strömen. Ist so ein großer Andrang sonst eigentlich nicht´s für mich, hat es mich hier eigentlich gar nicht gestört. Es trug irgendwie zum positiven Bild der Stadt bei. Mir hat es sehr gut gefallen!

Gegenüber dem Rathaus liegen Gaststätten und Hotel´s.

Die Brockenbahn – Wahrzeichen von Wernigerode

Wernigerode hat viele Sehenswürdigkeiten. Die wohl bekannteste führt auf den höchsten Berg Mitteldeutschland´s. Die Brockenbahn ist allgegenwärtig. Ob im Geschenkeladen, als Türschild, im Miniaturdampfshop oder ein umgebauter Bus in Brockenbahnoptik. Wernigerode hat verstanden, wie man sich touristisch in Szene setzt und seine Highlights präsentiert.

Da ich die Fahrt zum Brocken 2015 erst mitgemacht habe und man schon von unten sehen konnte, dass der Gipfel in den Wolken lag, verzichteten wir diesmal auf die Fahrt mit der Dampfbahn. Wer es allerdings noch nicht kennt, den kann ich eine Fahrt mit der Brockenbahn nur ans Herz legen. Vor allem für Kinder und Bahnliebhaber ist es ein wunderbares Erlebnis.

Die Brockenbahn ist in Wernigerode allgegenwärtig.
Die Brockenbahn ist in Wernigerode allgegenwärtig.

Wer ein totaler Bahnfan ist, dem kann ich das Eisenbahnhotel Altora empfehlen. Direkt am Bahnhof gelegen gibt es dort alles, was einem Bahnfreund das Herz höher schlagen lässt. Im Restaurant des Hotel´s kommt das Bier mit dem Zug gefahren und es gibt sogar ein „Eisenbahnzimmer“ mit Blick auf die, aus dem Bahnhof fahrende, Brockenbahn. Das Hotel könnt ihr euch hier genauer ansehen.*

Da Junior nach diesem ereignisreichen Tag ziemlich fertig war, gingen wir in unsere Unterkunft zurück. Für den folgenden Tag hatte ich noch ein kleines Programm im Kopf, was wir noch unternehmen können.

Regen, Regen und noch mehr Regen

Über das Frühstück hatte ich weiter oben ja schon geschrieben. Der kleine Wirbelwind blieb leider nicht ganz so lang sitzen, wie ich gern gefrühstückt hätte. Na gut, damit muss man klar kommen, wenn man mit den Kid´s unterwegs ist 😉

Für den heutigen Tag hatte ich eine Fahrt mit dem Traditionsbus zum Schloss geplant. Leider trübte sich meine Stimmung als ich einen Blick zum Fenster hinaus warf. Es schüttete wie aus Eimern. Jetzt war guter Rat teuer. Erstmal zum Check-Out und das Auto bepacken. Danach sind wir in die Innenstadt gefahren, in der Hoffnung, dass sich das Wetter noch bessert. Leider war es nicht der Fall.

Am Bahnhof in Wernigerode konnten wir die Dampfeisenbahnen bestaunen.
Am Bahnhof in Wernigerode konnten wir die Dampfeisenbahnen bestaunen.

Also änderte ich den Plan und ging mit dem Kleinen zum Bahnhof um die Eisenbahnen anzuschauen. Ich glaube ihm hast das auch völlig genügt, so fasziniert wie er von den „Eisenschweinen“ war 🙂

Da der Regen nicht weniger wurde, entschloss ich mich nach Hause zu fahren. Alles andere hätte keinen Sinn gehabt, außer wir wollten uns die Dusche am Abend sparen…


Fazit zum Ausflug nach Wernigerode

Wernigerode hat mich von Anfang an begeistert. Die Stadt verzückt einen mit ihren tollen Fachwerkhäusern, dem Schloss, dem Rathaus und der Dampfeisenbahn. Wenn man alles in der Region erkunden möchte, braucht man sicherlich eine gute Woche. Wir konnten uns mit unserem Tag nur einen groben Überblick verschaffen. Dieser hat aber gereicht um zu wissen, dass wir auf jeden Fall um die Weihnachtszeit wiederkommen wollen. Den Weihnachtsmarkt in Wernigerode stelle ich mir sehr gemütlich vor und bin gespannt wie er in der Realität aussieht.

*Falls ihr das Hotel über diesen Link bucht, bekomme ich eine kleine Provision. Der Preis ist der Gleiche. Ihr zahlt nicht mehr als sonst und untersützt mich und meine Arbeit an diesem Blog ein wenig 🙂

Liebe Grüße,

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Tom
Schon früh bin ich durch meine Eltern auf das Reisen gekommen. Bis jetzt hat es mich meistens in den Norden Europas oder nach Großbritannien gezogen. Aber: Der Weg ist das Ziel. Somit bin ich immer für neue Länder aufgeschlossen und werde sehen, wohin der Weg führt.

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