Anreise in Schöneck

Am Freitag, den 17.03.2017, haben wir uns, mit der Tanzschule Schulze, ins schöne Vogtland aufgemacht. Genauer gesagt ins IFA Hotel Schöneck.

Manch einer wird Schöneck noch unter dem Begriff „Balkon des Vogtlandes“ in Erinnerung haben. War es doch schon zu DDR Zeiten ein lohnendes Ausflugsziel und seit 1962 ein staatlich anerkannter Erholungsort. Das damalige FDGB Ferienheim „Karl Marx“ wird heute als ein großer Ferienpark der Hotelkette „IFA“ fortgeführt.

Mittlerweile hat sich der ganze Park zu einem, fast eigenständigen, „Dorf“ entwickelt. Man findet dort alles was man benötigt um einen schönen Aufenthalt zu verbingen. Von einem Tennisplatz, über einen Wellnessbereich, einer Schwimmhalle, Indoorspielplatz für die Kid´s, einem Friseur oder einem kleinen Kiosk (falls man doch mal was vergessen sollte, was auf jeden Fall des öfteren passiert, als man sich selbst eingestehen möchte… 😉

ifa hotel schöneck
Der Flur im IFA Hotel Schöneck.

Die Flure sind schön und klar gestaltet. Dabei haben mir die Türen besonders gut gefallen. Alles in allem waren die Zimmer in Ordnung. Natürlich darf man keinen Luxus erwarten, dafür ist man ja auch nicht in einem Luxus Hotel.

Das „IFA Hotel Schöneck“ glänzt dafür mit ausergewöhnlichen Spa Anwendungen wie dem „Fisch Spa“. Dabei steckt man seine Beine in ein Becken voller Fische. Diese gehen dann ihrem „Job“ nach und knabbern abgestorbene Haut von den Füßen. Das fördert die Durchblutung und lässt nur gesunde Hautzellen zurück. Probiert habe ich das Ganze allerdings nicht 😉

Im Hotelzimmer habe ich dann, zur Feier des irischen St. Patrick´s Day, den Raum etwas dekoriert, wie man unten sehen kann…

ifa hotel schöneck
St. Patricks Day im Hotel

Wie man im Video unschwer erkennen kann, war es an diesem Wochenende aber besser, dass unsere Tanzkurse im Inneren des Hotel´s stattgefunden haben. Dafür standen uns 3 große Räume zur Verfügung.

Den ersten Workshop besuchten wir gleich nach dem Auspacken und mussten feststellen, dass eine Menge Leute den Ruf der Tanzschule gefolgt waren. Nachdem wir uns etwas im „Lindyhop“ versucht hatten (für alle nicht Tänzer: Lindyhop ist ein Tanz aus der Richtung der Swingtänze und ist in den 1920´er Jahren einzuordnen, damit sollte sich jeder auch die dazu passende Musik vorstellen können) ging es schon zum Abendbrot.

Dabei muss das Buffett besonders hervorgehoben werden. Es fehlte an nichts, es wurde an alles gedacht und die Hauptsache war: Es hat super geschmeckt. Das Personal war rundum sehr aufmerksam. Sobald eine Speise aus war, dauerte es keine Minute bis Nachschub eintraf. Dafür muss man ehrlicherweise den Daumen nach oben geben!

https://youtu.be/UjBSBOPFYi8
Das Buffett war super!

Noch voll und unbeweglich vom vielen Essen, ging es im Anschluss auf die „Welcome-Party“ der Tanzschule. Diese eignete sich aber wunderbar um gegen das viele Essen anzutanzen…

Dabei konnten wir das Ein oder Andere neu Erlernte probieren. Auf alle Fälle hatten wir eine Menge Spaß 😉

Der Tag danach…

… gestaltete sich etwas schwierig. Zumindestens das Aufstehen.

Spaß beiseite. Auch am zweiten Tag standen wieder genug Tanzkurse an, welche besucht werden wollten. So starteten wir nach dem Frühstück (welches genauso super war wie das Abendbrot) in den ereignisreichen Tag.

Als erstes standen im Discofox Workshop ein paar Basic´s auf dem Programm, ehe  danach beim „Sächsischen Hüttengaudi“ wieder die Post abging.

Tanzreise Schöneck
Wir sehen noch erstaunlich frisch aus.

Trotz „Fassanstich“ und anschließendem Freibier sehen wir, meiner Meinung nach, noch erstaunlich frisch aus 😀

Beim „Hüttengaudi“ konnten wir dann auch gleich mal noch feststellen, wie anstrengend es ist, eine richtige Polka zu tanzen. Da kam man schon ganz schön ins Schwitzen. Der angekündigte „Gaudi“ stellte sich damit natürlich schnell ein.

Tanzreise Schöneck
Die sächsische Hüttengaudi!

Mein Tanzbereich… dein Tanzbereich!

Wer hatte jetzt auch gleich „Dirty Dancing“ im Kopf?

Mambo stand auf dem Programm. Auf die berühmte Hebefigur wurde aus Gründen verzichtet… 😉

Da ich mir bis jetzt noch nicht´s unter Mambo vorstellen konnte, geschweige denn den Tanz tanzen konnte, fand ich es sehr interessant zu sehen, dass es eigentlich gar nicht so schwer ist, wie es aussieht.

Ganz so gut wie bei „Johnny“ ging es noch nicht, aber wir haben uns Mühe gegeben.

Nach dem Mittagessen mussten wir der Anstrengung Tribut zollen. Ich wollte mich dabei etwas im Gelände umsehen, das Wetter machte mir aber einen Strich durch die Rechnung. Nebel, Regen und Wind ließen leider keine größere „Erkundungstour“ zu. Ich bin dann ein wenig im Hotel herumgelaufen.

Falls das Wetter einmal so schlecht sein sollte wie bei uns, findet man drinnen allerlei Unterhaltung. Die größeren Kid´s können sich an X-Box oder Playstation austoben, Billiard oder eine Runde Darts spielen.

Die kleinen haben die Möglichkeit sich im Indoor Spielplatz auszutoben oder die verschiedenen Gesellschaftsspiele mit Mama und Papa zu spielen.

ifa hotel schöneck

Hauptveranstaltung – Hutball

Am Abend ging es dann zum Hauptact. Jedes Jahr veranstaltet die Tanzschule Schulze einen Abschlussball der Veranstaltung. Jedes Jahr mit einem anderen Thema. Diesmal also das Thema „Hut“.

Da der durchschnittliche „Mittzwanziger“ dieses modische Accessoires meistens nicht sein eigen nennt, mussten auch wir erstmal noch einen Schwung Hüte kaufen, bis wir den passenden gefunden hatten. Das Ergebnis stimmte uns beide dennoch zufrieden:

tanzreise schöneck
Ganz schön ungewohnt.

Auf dem Ball wurde dann eine Menge geboten. Die besten Hüte wurden ausgezeichnet (es waren eine Menge an coolen Hüten vertreten. Selbstgebastelt, klassisch oder modern), jeweils eine Männer- und eine Frauengruppe gaben eine vorher einstudierte Choreo zum Besten und mehrere Showtänze wurden vorgeführt.

Dass für die Choreo nur 50 Minuten zum Üben war, sieht man ihr nicht an. Eine Klasse Vorstellung!

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Spaß muss sein 😉

Irgendwann ist jede Party mal zu Ende. Das heißt natürlich nicht, dass man sie nicht einfach in einer anderen Lokalität fortsetzen kann.

Nach dem Hutball sind wir in das Hoteleigene Whiskykontor gegangen, um dem Abend einen würdigen Abschluss zu verpassen.

Ein DJ, welcher noch original mit CD´s seine Musik gespielt hat, welche er, nach eigener Aussage, selbst zusammengestellt hat, füllte die Tanzfläche mit den letzten verbliebenen Tanzwütigen.

Das Whiskykontor ist eine Bar mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten und einer sehr guten Auswahl an Getränken. Der einzige negative Punkt war, dass es zum Whisky keine ordentlichen „Nosing“ Gläser gab. Versierte Whiskytrinker verstehen was ich meine… 😉

Steig ein… Steig ein… Wir fahr´n…

… in die Tschechei.

Es folgt der krönende Abschluss eines tollen Wochenendes. Nach dem Frühstück haben wir uns selbst gezwungen, noch einen letzten Workshop zu belegen, um den müden Kreislauf wieder etwas in Schwung zu bekommen.

Dabei entschieden wir uns für eine Wiederholung des Gelernten. Die Entscheidung war gar nicht verkehrt, da wir zur Aufnahme von neuen Figuren oder Tänzen warscheinlich nicht in der Lage gewesen wären… 😉

Bevor es aber nach Hause ging, nutzten wir die Nähe zu Tschechien und machten einen kurzen Abstecher zum Grenzübergang nach Klingenthal. Im Travel Free noch schnell alles notwendige besorgt und dann zum Mittagessen in eine gemütliche, traditionelle Gaststätte eingebogen.

Dort gab es, wie sollte es anders sein, Knödel. Ausnahmsweise aber nicht mit Gulasch. Im Nachhinein hätte es eine Portion für uns beide auch getan. Aber seht selbst:

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Eine „kleine“ Portion Knödel.

Es war ein unglaublich tolles, aber auch anstrengendes Wochenende. Von Zeitz aus fährt man gerade einmal 1 1/2 Stunden bis Schöneck. Das macht das Hotel zu einem idealen Ausflugsziel für Familien mit Kindern, Wellnessurlaubern oder auch Sportler. Im Grunde wird für fast alle im IFA Hotel Schöneck etwas geboten.

Wer also einen Urlaub in der Nähe sucht ist im Vogtland bestens aufgehoben. Für uns steht schon jetzt fest: Wir kommen wieder!

PS: Auch der Freizeitpark Plohn ist nicht weit entfernt 😉

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Tom
Schon früh bin ich durch meine Eltern auf das Reisen gekommen. Bis jetzt hat es mich meistens in den Norden Europas oder nach Großbritannien gezogen. Aber: Der Weg ist das Ziel. Somit bin ich immer für neue Länder aufgeschlossen und werde sehen, wohin der Weg führt.

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